25.07.2011 08:21


EDV-gestütztes Pflegemanagement in der integrierten Versorgung

Wettbewerbssieger solimed und medatixx beginnen mit der Umsetzung

solimed und medatixx, Sieger des Wettbewerbs "IuK & Gender Med.NRW", beginnen jetzt mit der Umsetzung des vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projektes für ein EDV-gestütztes Pflegemanagement in der Integrierten Versorgung. Erstmals soll damit die sektorenübergreifende elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen nicht nur zwischen Arztpraxen, MVZs und Krankenhausambulanzen, sondern dazu auch mit ambulanten wie stationären Pflegediensten realisiert werden. „Das ist eine große Herausforderung, aber wir haben mit unserer übergreifenden Vernetzung bereits langjährige Erfahrung“, zeigt sich Mark Kuypers, stellvertretender Geschäftsführer von solimed, zuversichtlich. Auch seitens der medatixx, einem der führenden Hersteller von Arztinformationssystemen in Deutschland, ist man optimistisch: „Die Umsetzung dieses innovativen Projektes ist für uns eine sehr große Chance“, betont ixx.comdoxx-Projektleiter Matthias Zippel.

Die Vernetzungssoftware ixx.comdoxx aus dem Hause medatixx ist bereits seit vielen Jahren im Einsatz. Mit ixx.comdoxx werden Arztpraxen, MVZs und Krankenhausambulanzen ebenso vernetzt wie Ärztenetze. So nutzt auch solimed seit Jahren ixx.comdoxx, um Daten elektronisch auszutauschen. „Einer der großen Vorteile von ixx.comdoxx ist die dezentrale Datenhaltung“, erklärt Kuypers und Zippel ergänzt: „Das heißt, es gibt keinen zentralen Server, auf dem die Patientendaten gespeichert werden. Es werden nur die Daten strukturiert versendet, die aktuell hinzugekommen sind.“ Basis für den elektronischen Datenaustausch ist zunächst die Einschreibung des Patienten. Ausgetauscht werden dann die behandlungsrelevanten Daten – und zwar nur zwischen den behandelnden Ärzten. Dieses Konzept erfüllt auch die hohen Anforderungen des Datenschutzes. Dabei wird via gesicherter Onlineverbindung ein strukturierter Datensatz übermittelt. Dies bedeutet: Die Daten aus der elektronischen Patientenakte im Arztinformationssystem fließen automatisch in die passenden Zeilen des angeschlossenen MVZ-Arztes oder der beteiligten Krankenhausambulanz bzw. in die Akte des beteiligten ärztlichen Kollegen. „Nun kommen auch die stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen ins Spiel“, sagt Zippel. Das heißt, die medatixx wird ihre Vernetzungssoftware ixx.comdoxx so anpassen, dass auch Pflegeeinrichtungen strukturierte Datensätze erhalten, die direkt in die passenden Spalten von deren Pflegesoftware übertragen werden. „Für die medizinische Behandlung und Pflege der Patienten ist das ein Riesenfortschritt und bedeutet eine qualitative Verbesserung der Versorgung“, betont Kuypers von solimed. Auf dieser technischen Grundlage sollen wichtige pflegerelevante Informationen wie z.B. Diagnosen, Medikamente, Allergien oder Pflegedokumentationen ausgetauscht werden. Zusätzlich sollen diese Inhalte zu einem sogenannten elektronischen Pflegebericht zusammengefasst werden. „Die Entwicklung und Etablierung eines solchen Dokuments für die Pflege ist in Deutschland einzigartig“, betont Kuypers. Beide Projektpartner sind zuversichtlich, dass sie dieses engagierte Projekt erfolgreich zum Ziel bringen und damit neue Maßstäbe im Bereich der Versorgung pflegebedürftiger Patienten sowie der elektronischen Vernetzung im Gesundheitswesen setzen werden.