Telematikinfrastruktur

Mit medatixx in die Telematikinfrastruktur

Ziel der Telematikinfrastruktur – kurz TI – ist die sichere Vernetzung aller Akteure des deutschen Gesundheitswesens: Ärzte, Psychotherapeuten, Zahnärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Krankenkassen und perspektivisch weitere Player können über die TI online kommunizieren. Medizinische und organisatorische Informationen, die für die Behandlung von Patienten relevant sind, stehen einfacher und schneller zur Verfügung.

E-Health-Gesetz | Stichtag 31.12.2018

Das E-Health-Gesetz gibt die Grundlagen des Rollouts und des Betriebes der TI vor und setzt Meilensteine: Es verpflichtet alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten, ab dem 01.01.2019 an die TI angeschlossen zu sein und darin die Versichertenstammdaten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) online zu prüfen und zu aktualisieren. Andernfalls drohen Honorarkürzungen in Höhe von einem Prozent der KV-Vergütung – solange, bis die Praxis an die TI angeschlossen ist und das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführt.

Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)

Für die Durchführung des VSDM wird neben den technischen Vernetzungskomponenten ein Zusatzmodul für Ihre Praxissoftware benötigt. Derzeit laufen die notwendigen Verfahren zur Bestätigung der Konformität unseres medatixx-VSDM-Moduls durch die zulassende Einrichtung, die gematik. Rechtzeitig zu den ersten Installationen wird das Modul für Ihre medatixx-Praxissoftware verfügbar sein.

Das VSDM-Modul ist für Anwender einer Praxissoftware von medatixx im „medatixx-TI-Bundle“ bereits enthalten. Bei der Installation der TI-Komponenten wird das Modul durch den zertifizierten Techniker freigeschaltet.

Jetzt den Anschluss an die TI planen… mit medatixx

Wir kümmern uns um den sicheren Anschluss Ihrer Praxis an die TI. Wir wählen geeignete Komponenten aus dem derzeit langsam entstehenden Marktangebot aus und erstellen daraus ein „medatixx-TI-Bundle“ im Sinne eines „Sorglos-Paketes“ für Sie, welches wir Ihnen zusammen mit dem dazu nötigen Pflege- und Betriebspaket anbieten. Ihr regionaler Servicepartner wird in umfangreichen Schulungen zur Installation und Inbetriebnahme der TI-Komponenten von uns ausgebildet und zertifiziert.

„In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab.“

Wahre Worte von Konfuzius - auch zum Anschluss Ihrer Praxis an die Telematikinfrastruktur.

Nicht nur wegen der sinkenden Förderung (mehr dazu in den FAQ) ist es sinnvoll, sich schon jetzt mit dem TI-Anschluss zu befassen. Die Lieferfähigkeit der Komponenten vorausgesetzt, beginnen wir mit der Installation des medatixx-TI-Bundles im zweiten Quartal 2018 und gehen dabei in der Reihenfolge des Bestelleingangs vor. Sollte uns eine große Zahl an Bestellungen erst gegen Jahresende erreichen, ist nicht auszuschließen, dass eine fristgerechte TI-Anbindung aller Praxen vor dem 1.1.2019 mehr umsetzbar ist.

Als ersten Schritt empfehlen wir Ihnen unseren „TI-Fit-Check“ zur Überprüfung Ihrer Praxis-EDV-Anlage auf Erfüllung der Rahmenbedingungen für den sicheren Anschluss an die TI.

Hiermit bestelle ich den TI-Fit-Check für meine Praxis verbindlich zum Preis von 119 Euro ¹⁾
Ich wünsche weitere Informationen zum TI-Fit-Check der medatixx. Bitte kontaktieren Sie mich unverbindlich.
* Pflichtfelder
¹⁾exkl. MwSt., zzgl. Anfahrt

Wenn Sie mittels TI-Fit-Check die Rahmenbedingungen für den TI-Anschluss in Ihrer Praxis geschaffen haben, benötigen Sie nur noch Ihren Praxisausweis (auch SMC-B-Karte genannt) und die technische Ausstattung; also die TI-Komponenten unseres „medatixx-TI-Bundles“.

Unser Angebot beinhaltet alles, was Sie zur Nutzung der TI in Ihrer Praxis brauchen: Die technische Start-Ausrüstung, deren Installation und Konfiguration, eine Einweisung in die Handhabung sowie die Leistungen für die Pflege und den laufenden Betrieb der TI-Komponenten für Ihre Hauptbetriebsstätte und – falls vorhanden – auch für Ihre Nebenbetriebsstätten.

Der Praxisausweis, auch SMC-B-Karte genannt, ist nicht im medatixx-TI-Bundle enthalten, sondern muss aufgrund des damit verbundenen Prüfverfahrens durch die KV durch Sie selbst bestellt werden. Zur Bestellung des Praxisausweises bei unserem SMC-B-Partner medisign gelangen Sie hier. Bitte denken Sie daran: Die SMC-B-Karte muss rechtzeitig vor der Installation der TI-Komponenten vorliegen und auch freigeschaltet sein, damit sich Ihr TI-Konnektor mit der TI verbinden kann.

Wie unterstützt Sie die medatixx bei der Anbindung an die TI?
Wir kümmern uns um den sicheren Anschluss Ihrer Praxis an die TI: Wir haben ein „medatixx-TI-Bundle“ für Sie konfiguriert, das wir Ihnen zusammen mit einem Pflege- und Betriebspaket anbieten. Ihr regionaler Servicepartner unterstützt Sie bei der Installation der Komponenten und der Anbindung an die TI. Darüber hinaus informieren wir unsere Anwendermit unserem TI-Newsletter zu allen Fragen rund um die TI und unsere gemeinsamen nächsten Schritte. Für individuelle Fragen zur Anbindung Ihrer Praxis an die TI steht Ihnen Ihr Servicepartner gerne zur Verfügung.

Benötigt Ihre Praxis einen Internetzugang zur Nutzung der TI?
Ja, um eine Verbindung mit der TI herzustellen, ist ein Internetzugang notwendig. Ein bereits bestehender Internetanschluss kann für den Zugang zur TI genutzt werden.

Welche Bandbreite ist für die Nutzung der TI notwendig?
Die erforderliche Bandbreite zur Nutzung des Vertragsstammdatenmanagements (VSDM) kann heute in den allermeisten Regionen von den gängigen Providern zur Verfügung gestellt werden. Wir empfehlen einen Internetanschluss mit mindestens 6 Mbit/s. Sprechen Sie bitte Ihren Servicepartner an, falls Sie sich nicht sicher sind, über welche Bandbreite Ihr Anschluss verfügt.

Stört die Anbindung an die TI andere Internetanwendungen in der Praxis?
Nein, bei korrekter Installation der Komponenten werden andere Anwendungen nicht gestört.

Welche finanziellen Förderungen erhalten Sie für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur?
Die initiale Ausstattung Ihrer Praxis mit den TI-Komponenten und deren laufender Betrieb sind aufgrund der gesetzlichen Vorgaben durch die Kassen zu finanzieren. Folgende Beträge wurden zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband vereinbart (Stand Februar 2018):

Erstattungszahlungen für die Erstausstattung (alle Preise Bruttopreise inkl. MwSt.):

  • Bei Installation im Q1/2018: 2.122,20 Euro für die Erstausstattung mit einem Konnektor. Dieser Betrag sinkt im Q2/2018 auf 1.909,98 Euro und ab dem dritten Quartal auf 720,00 Euro. Hintergrund dieser Staffelung ist die Erwartung, dass mit zunehmender Anbieterzahl sinkende Preise entstehen werden.
  • 435 Euro für die Erstausstattung mit einem stationären Kartenterminal
  • 350 Euro für die Erstausstattung mit einem mobilen Kartenterminal
  • 900 Euro Pauschale für das VSDM-Modul Ihrer Praxissoftware sowie die Installations-, Konfigurations- und Schulungsaufwendungen

Erstattungszahlungen für die Kosten des laufenden Betriebes:

  • 298 Euro pro Quartal für die laufende Software- und Konnektor-Pflege sowie den VPN-Zugangsdienst (248 Euro ab dem 3. Quartal 2018)
  • 23,25 Euro pro Quartal für SMC-B (Praxisausweis) je Karte
  • 11,63 Euro pro Quartal für HBA (elektronischer Arztausweis) je Karte

Was kann ich jetzt vorbereitend tun?
Sie können bereits jetzt Ihre SMC-B, auch „Praxisausweis“ genannt, bestellen. Pro Betriebsstätte benötigen Sie jeweils eine SMC-B-Karte. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in unserem dritten TI-Newsletter unter „So beantragen Sie Ihre SMC-B“. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen zur Vorbereitung unseren „TI-Fit-Check“, der Ihre Praxis-EDV-Anlage auf Erfüllung der Rahmenbedingungen für den sicheren Anschluss an die TI überprüft.

Benötige ich ein VSDM-Modul in der Praxissoftware?
Ja, für die Durchführung des VSDM wird ein Zusatzmodul für Ihre Praxissoftware benötigt. Derzeit durchlaufen wir die Verfahren zur Bestätigung der Konformität dieses Moduls durch die gematik. Wir erwarten den Abschluss dieser Prüfungen im zweiten Quartal 2018. Pünktlich zu den ersten Installationen wird das Modul in Ihrer Praxissoftware bereit sein. Das VSDM-Modul ist im medatixx-TI-Bundle enthalten. Bei der Installation der TI-Komponenten wird das Modul in Ihrer medatixx-Software durch einen geschulten medatixx-Servicetechniker freigeschaltet.

Benötige ich weiterhin einen KV-SafeNet-Anschluss?
Über den Konnektor ist das Sichere Netz der KVen (SNK) angeschlossen. So können zukünftig eine Reihe von SNK-Anwendungen über den Konnektor erreicht werden. Fragen Sie bei Ihrem KV-SafeNet-Anbieter nach, ob die von Ihnen genutzten Anwendungen schon heute über die TI erreichbar sind.

Muss ich mir Sorgen um den Datenschutz bei Verwendung der TI machen?
Die Entwicklung der dezentralen Komponenten und des Netzes der TI wurde nach den Gesichtspunkten eines höchstmöglichen Datenschutzes zusammen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geplant, spezifiziert und umgesetzt. Verschiedene Gutachten und Analysen der Sicherheitsarchitektur bestätigen das hohe Schutzniveau.

Bis wann muss das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) in der Praxis eingeführt sein?
Das Gesetz sieht vor, dass bis zum 31.12.2018 alle Praxen an die TI angeschlossen sind. Dieser Zeitplan ist aus unterschiedlichen Gründen sehr ambitioniert; insbesondere die Verfügbarkeit von mehreren zugelassenen Konnektoren, Kartenterminals und TI-Zugangsdienstprovidern ist derzeit noch nicht gegeben. Bis auf einen Anbieter befinden sich - Stand Anfang Februar 2018 - alle weiteren noch im Zulassungsverfahren. Des Weiteren ist derzeit noch nicht zu erkennen, ob auf Basis der heute gültigen Finanzierungsvereinbarung auch bei Installationen ab dem 3.Quartal 2018 eine vollständige Finanzierung Ihrer Aufwendungen sichergestellt ist. Informieren Sie sich bitte bei Ihrer KV und der KBV über die Aktivitäten Ihrer ärztlichen Selbstverwaltung im Hinblick auf eine ausreichende Finanzierung und praktikable Fristen.

Ich gebe meinen kassenärztlichen Sitz in Kürze auf. Muss ich trotzdem an TI und VSDM teilnehmen?
Da derzeit keine Übergangsfristen nach dem 01.01.2019 vorgesehen sind, müssen Sie Ihre Praxis für den Fall, dass Sie nach dem 01.01.2019 noch tätig sind, an die TI anschließen.

Dauert das Einlesen der Kartendaten nach dem Anschluss an die TI länger als bisher?
Erste Erfahrungen zeigen, dass das heute übliche Einlesen der Kartendaten ohne Online-Aktualisierung nicht länger dauert als bisher. Bei Online-Aktualisierung der Kartendaten benötigt das System jedoch etwas mehr Zeit als bisher: die Vorgaben der gematik definieren, dass eine Online-Prüfung nicht länger als 5 Sekunden und eine etwaige Aktualisierung der Daten auf der Karte maximal 13 Sekunden dauern soll.

Wer übernimmt die Kosten zur Anbindung an die TI?
Die Finanzierungsvereinbarung ist auf der Homepage der KBV veröffentlicht. Sie teilt sich auf in eine einmalige Kostenerstattung für die Ersteinrichtung der Praxis und in eine Betriebskostenerstattung für den laufenden Betrieb. Gemäß Gesetz sind die Kassen verpflichtet, alle mit der Einführung und dem Betrieb der TI direkt verbundenen Kosten der Praxen zu erstatten.

Wie bekomme ich die Kosten erstattet?
Die Kosten werden Ihnen von Ihrer KV erstattet. Ausschlaggebend für Ihren Erstattungsanspruch ist nicht das Bestell- oder Lieferdatum der Komponenten, sondern die Durchführung des ersten Abgleichs der Versichertenstammdaten mit der TI. Erfragen Sie die Details zum Antragsverfahren bitte bei Ihrer KV.

Benötige ich einen VPN-Zugangsdienst?
Um einen Zugang zur TI herzustellen, ist ein spezieller VPN-Zugangsdienst notwendig.
Der Zugangsdienst ist im medatixx-TI-Bundle enthalten.

Benötige ich eine SMC-B-Karte?
Die SMC-B-Karte – auch Praxisausweis genannt – dient zur Authentifizierung der Praxis als berechtigtem TI-Nutzer, damit der Konnektor eine Verbindung zur TI aufbauen kann. Pro Betriebsstätte oder Nebenbetriebsstätte benötigen Sie jeweils eine SMC-B. Die SMC-B ist nicht im medatixx-TI-Bundle enthalten, muss jedoch vor der Installation vorliegen und auch freigeschaltet sein. Sie muss separat über das Antragsportal unseres SMC-B-Partners medisign beantragt werden.

 

Für eine Vernetzung mit der Telematikinfrastruktur werden in Ihrer Praxis folgende Komponenten benötigt:

Konnektor
mit gematik-Zulassung

E-Health-Kartenterminal
mit gematik-Zulassung

VPN-Zugangsdienst
sicherer Zugang zu den Diensten der TI

Institutionskarte (SMC-B)
für den Konnektor/das Kartenterminal zur Authentifizierung der Praxis in der TI

VSDM-Softwaremodul
in der Praxissoftware

Elektronischer Heilberufsausweis (HBA)
zur Authentifizierung des Arztes gegenüber der TI, inklusive qualifizierter elektronischer Signatur

Das bringt die TI

  • Mehr Arzneimitteltherapie-
    sicherheit

  • Mehr Patienteninvolvierung

  • Mehr Zeit dank einfacherer Kommunikationsprozesse

  • Mehr Sicherheit beim digitalen Datenaustausch inkl. rechtsverbind-
    licher elektronischer Unterschrift

  • Neue Vergütung für: TI-Anschluss und VSDM, Notfalldaten-
    management, Nutzung von elektronischen Medikationsplänen

Begriffserklärungen

Liest die elektronische Gesundheitskarte des Patienten ein und übernimmt die Versichertenstammdaten in die Praxissoftware. Eine Netzwerkverbindung sorgt für die Verbindung des Terminals mit dem Konnektor. Mittels einer gesteckten SMC-B wird die Praxis gegenüber der Telematikinfrastruktur authentifiziert.

Der Heilberufsausweis weist Angehörige der Heilberufe gegenüber der Telematikinfrastruktur als vertrauliche Personen aus und ermöglicht so eine verschlüsselte Kommunikation. Er dient der rechtssicheren Signatur und dem Versand elektronischer Dokumente. Zukünftig ist damit auch der Zugriff auf Anwendungen der eGK und Telematikinfrastruktur möglich.

Die Institutionskarte, die im Konnektor/Kartenterminal installiert wird, authentifiziert die Praxis gegenüber der Telematikinfrastruktur.

Die zentrale Komponente zwischen Praxissoftware und den Kartenterminals dient als sicherer Kommunikationsweg zur Telematikinfrastruktur.

Der Berechtigungsnachweis ist notwendig, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Zukünftig sollen eine Aktualisierung der Versichertendaten, das Speichern von Notfalldaten und der Datenaustausch von Patienteninformationen oder Befunden mit der eGK möglich sein.

Mobile Kartenterminals können zum Einlesen von Patientenkarten, zum Beispiel bei Hausbesuchen, ohne Online-Prüfung genutzt werden. Die eingelesenen Daten können zu einem späteren Zeitpunkt in die Praxissoftware importiert werden.

Die Plattform für Anwendungen nach §291a SGB V vernetzt alle Institutionen des Gesundheitswesens und ermöglicht einen organisationsübergreifenden Datenaustausch. Zutritt bekommt nur, wer über eine SMC-B verfügt.

Video-Clips rund um die TI