Telematikinfrastruktur

Mit medatixx in die Telematikinfrastruktur

Mit dem E-Health-Gesetz sind alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtet, ab dem 01.07.2018 die Versichertenstammdaten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) online zu prüfen und zu aktualisieren, andernfalls drohen Honorarkürzungen in Höhe von einem Prozent. Es besteht jedoch für das Bundesgesundheitsministerium die Möglichkeit, diese Frist mit Zustimmung des Bundesrats über den 1. Juli 2018 hinaus zu verlängern. 

Um das sogenannte Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführen zu können, müssen alle Praxen rechtzeitig mit der Telematikinfrastruktur (TI) verbunden sein. Der bundesweite Rollout der Telematikinfrastruktur soll daher gemäß Gesetzestext am 01.07.2017 beginnen. 

Wie es um die Telematikinfrastruktur steht und warum niedergelassene Ärzte jetzt Ruhe bewahren sollten, erläutert Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV, im aktuellen Video-Interview auf der Internetseite der KBV.

Wir kümmern uns um den sicheren Anschluss Ihrer Praxis an die Telematikinfrastruktur. Wir wählen geeignete Komponenten aus dem jetzt entstehenden Marktangebot aus und konfigurieren daraus ein komplettes „medatixx-TI-Bundle“ für Sie. Ihr regionaler Servicepartner unterstützt Sie bei der Installation der Komponenten und der Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Darüber hinaus informieren wir Sie regelmäßig zu allen wichtigen Themen rund um die Telematikinfrastruktur und unsere nächsten Schritte.

Unser TI-Fit-Check für Ihre Arztpraxis

Im Vorfeld empfehlen wir Ihnen unseren „TI-Fit-Check“ zur Überprüfung Ihrer Praxis-EDV-Anlage auf Erfüllung der Rahmenbedingungen für den sicheren Anschluss an die TI.

Hiermit bestelle ich den TI-Fit-Check für meine Praxis verbindlich zum Preis von 119 Euro ¹⁾
Ich wünsche weitere Informationen zum TI-Fit-Check der medatixx. Bitte kontaktieren Sie mich unverbindlich.
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¹⁾exkl. MwSt., zzgl. Anfahrt

 

Für eine Vernetzung mit der Telematikinfrastruktur werden in Ihrer Praxis folgende Komponenten benötigt:

Konnektor
mit gematik-Zulassung

E-Health-Kartenterminal
mit gematik-Zulassung

VPN-Zugangsdienst
sicherer Zugang zu den Diensten der TI

Institutionskarte (SMC-B)
für den Konnektor/das Kartenterminal zur Authentifizierung der Praxis in der TI

VSDM-Softwaremodul
in der Praxissoftware

Elektronischer Heilberufsausweis (HBA)
zur Authentifizierung des Arztes gegenüber der TI, inklusive qualifizierter elektronischer Signatur

Wie unterstützt Sie die medatixx bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur?
Wir kümmern uns um den sicheren Anschluss Ihrer Praxis an die TI. Wir wählen geeignete Komponenten aus dem jetzt entstehenden Marktangebot aus und konfigurieren daraus ein komplettes „medatixx-TI-Bundle“ für Sie. Im Vorfeld empfehlen wir Ihnen unseren „TI-Fit-Check*“ zur Überprüfung Ihrer Praxis-EDV-Anlage auf Erfüllung der Rahmenbedingungen für den sicheren Anschluss an die TI. Darüber hinaus informieren wir Sie regelmäßig zu allen wichtigen Themen rund um die TI und unsere nächsten Schritte. Für detaillierte Fragen zur Anbindung Ihrer Praxis an die TI steht Ihnen Ihr Servicepartner mit kompetenter Beratung zur Verfügung.

*in Vorbereitung

Benötigt Ihre Praxis einen Internetzugang zur Nutzung der Telematikinfrastruktur?
Ja, um eine Verbindung mit der TI herzustellen, ist ein Internetzugang notwendig.

Welche Bandbreite ist für die Nutzung der Telematikinfrastruktur notwendig?
Die erforderliche Bandbreite zur Nutzung des Versichertenstammdatenmanagements (VSDM) kann heute von allen marktüblichen Internetdienstleistern zur Verfügung gestellt werden. Wir empfehlen einen Internetanschluss mit mindestens 6 Mbit/s.
Tipp: Sprechen Sie Ihren Servicepartner an, falls Sie sich nicht sicher sind, über welche Bandbreite Ihr Internetanschluss verfügt.

Stört die Anbindung an die Telematikinfrastruktur andere Internetanwendungen?
Nein, bei korrekter Installation der TI werden andere Anwendungen nicht gestört.

Wird zukünftig ein zusätzlicher Internetzugang benötigt?
Nein, ein bestehender Internetanschluss wird auch für den Zugang zur TI genutzt.

Welche finanziellen Förderungen erhalten Sie für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur?
Für die Ausstattung Ihrer Praxis mit den TI-Komponenten erhalten Sie aufgrund der gesetzlichen Vorgaben eine Finanzierung, die zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband vereinbart wird. Da beide Seiten nicht zu einer Einigung über die Höhe der Finanzierung kamen, wurde vor wenigen Tagen vom Bundesschiedsamt eine Festlegung sowohl über die Finanzierung der Erstausstattung als auch über die Finanzierung des laufenden Betriebes getroffen.

Kosten für die Erstausstattung:

  • 2.620 Euro für die Erstausstattung mit einem Konnektor. Der Betrag gilt in dieser Höhe ab dem 01.07.2017. In den drei Folgequartalen sinkt der Betrag um jeweils zehn Prozent. Ausschlaggebend für die Höhe des Betrages ist dabei der Installationszeitpunkt in der Praxis.
  • 435 Euro für die Erstausstattung mit einem stationären Kartenterminal
  • 350 Euro für die Erstausstattung mit einem mobilen Kartenterminal
  • 900 Euro Startpauschale für Installations- und Dienstleistungskosten

Kosten für den laufenden Betrieb:

  • 298 Euro pro Quartal für Updates und den VPN-Zugangsdienst
    (248 Euro ab dem 3. Quartal 2018)
  • 23,25 Euro pro Quartal für SMC-B (Praxisausweis) je Karte
  • 11,63 Euro pro Quartal für HBA (Arztausweis) je Karte

Die genannte Finanzierungsvereinbarung gilt ab 01.07.2017. Ab dann soll die Ausstattung der Praxen mit den Komponenten zur TI der "Rollout" beginnen mit dem Ziel, am 01.07.2018 eine flächendeckende Ausstattung zu erreichen. Dieser Zeitplan ist sehr ambitioniert, da Stand heute eine Vielzahl von offenen Fragen nicht beantwortet ist (siehe Stellungnahme des Bundesverbandes Gesundheits-IT). Insbesondere die Verfügbarkeit von für den Rollout zugelassenen Konnektoren, Kartenterminals und TI-Zugangsdienstprovidern ist derzeit nicht sichergestellt.

Begriffserklärungen

Liest die elektronische Gesundheitskarte des Patienten ein und übernimmt die Versichertenstammdaten in die Praxissoftware. Eine Netzwerkverbindung sorgt für die Verbindung des Terminals mit dem Konnektor. Mittels einer gesteckten SMC-B wird die Praxis gegenüber der Telematikinfrastruktur authentifiziert.

Der Heilberufsausweis weist Angehörige der Heilberufe gegenüber der Telematikinfrastruktur als vertrauliche Personen aus und ermöglicht so eine verschlüsselte Kommunikation. Er dient der rechtssicheren Signatur und dem Versand elektronischer Dokumente. Zukünftig ist damit auch der Zugriff auf Anwendungen der eGK und Telematikinfrastruktur möglich.

Die Institutionskarte, die im Konnektor/Kartenterminal installiert wird, authentifiziert die Praxis gegenüber der Telematikinfrastruktur.

Die zentrale Komponente zwischen Praxissoftware und den Kartenterminals dient als sicherer Kommunikationsweg zur Telematikinfrastruktur.

Der Berechtigungsnachweis ist notwendig, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Zukünftig sollen eine Aktualisierung der Versichertendaten, das Speichern von Notfalldaten und der Datenaustausch von Patienteninformationen oder Befunden mit der eGK möglich sein.

Mobile Kartenterminals können zum Einlesen von Patientenkarten, zum Beispiel bei Hausbesuchen, ohne Online-Prüfung genutzt werden. Die eingelesenen Daten können zu einem späteren Zeitpunkt in die Praxissoftware importiert werden.

Die Plattform für Anwendungen nach §291a SGB V vernetzt alle Institutionen des Gesundheitswesens und ermöglicht einen organisationsübergreifenden Datenaustausch. Zutritt bekommt nur, wer über eine SMC-B verfügt.

TI aktuell

Wurde auch Ihnen schon ein Konnektor beziehungsweise ein komplettes Paket für die Telematikinfrastruktur (TI) in Ihrer Arztpraxis angeboten? Womöglich mit dem Hinweis, dass Sie unbedingt sofort handeln müssen, weil sonst Honorarkürzungen drohten? Bitte lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel kritisiert dieses Vorgehen scharf und rät, mit dem Kauf von technischen Geräten für die TI abzuwarten, bis mehrere entsprechend zertifizierte Geräte auf dem Markt sind. Derzeit gib es immer noch keine nach dem E-Health-Gesetz zertifizierten Konnektoren. Das heißt, auch Anbieter, die Ihnen jetzt mit Nachdruck TI-Angebote anpreisen, können kein einziges zertifiziertes Gerät nachweisen.

Beim Zeitplan für die TI laut E-Health-Gesetz zeichnet sich gerade eine wichtige Änderung ab: Laut KBV sieht eine Rechtsverordnung vor, den verpflichtenden Online-Abgleich der Versichertenstammdaten für Arztpraxen zum 01.07.2018 um ein halbes Jahr auf Ende 2018 zu verlängern. Honorarkürzungen drohen Ärzten erst ab dem Zeitpunkt, ab dem der Abgleich verpflichtend ist: somit voraussichtlich ab Ende 2018, wenn das Gesetz entsprechend angepasst wird.