Wie wird ambulantes Operieren abgerechnet? Ablauf, Abrechnungscodes und Tipps für Praxen

Die Abrechnung ambulanter Operationen erfordert eine präzise Dokumentation und die korrekte Kodierung der Leistungen nach EBM oder GOÄ, ergänzt durch die notwendige Spezifizierung mittels OPS-Codes. Mit klar strukturierten Abläufen, standardisierten Prozessen und digitalen Lösungen lassen sich Effizienz, Transparenz und Rechtssicherheit in der Praxis nachhaltig sichern. Jetzt informieren bei medatixx!
Wie wird ambulantes Operieren abgerechnet

Die Abrechnung ambulanter Operationen stellt sicher, dass alle außerhalb eines stationären Aufenthalts erbrachten medizinischen Leistungen korrekt dokumentiert und gegenüber den Kostenträgern geltend gemacht werden. Sie umfasst die Zuordnung der einzelnen Operationen zu den geltenden Vergütungssystemen, wie dem EBM für gesetzlich Versicherte oder der GOÄ für Privatpatienten, und erfordert die präzise Erfassung von Diagnosen, Operationsmerkmalen und weiteren abrechnungsrelevanten Details in der Patientenakte.

Für einen reibungslosen Ablauf ist die enge Zusammenarbeit von Chirurgen, Verwaltungspersonal und gegebenenfalls externen Abrechnungsstellen entscheidend. Die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, etwa der Vorschriften des Sozialgesetzbuchs und der Richtlinien der Kassenärztlichen Vereinigungen, bildet die Grundlage für eine regelkonforme und wirtschaftlich abgesicherte Leistungsabrechnung.

 

Systematik der Abrechnung: EBM, GOÄ und OPS im Überblick

Die korrekte Abrechnung ambulanter Operationen basiert auf einem Zusammenspiel verschiedener Kataloge.

Diese setzen sich zusammen aus:

  • EBM (Gesetzliche Krankenversicherung): Operative Leistungen werden hier im Kapitel 31 abgerechnet. Die Ziffern sind nach Schweregraden und Fachgebieten unterteilt. Hinzu kommen Zuschläge für die postoperative Überwachung und Sachkosten.
  • OPS-Codes (Operationen- und Prozedurenschlüssel): Jede ambulante OP muss zusätzlich mit einem OPS-Code (z. B. aus dem Bereich 5-xxx) verschlüsselt werden. Dieser Code beschreibt den technischen Eingriff und ist Voraussetzung für die Vergütung im EBM.
  • GOÄ (Privatliquidation): Hier erfolgt die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (z. B. Leistungen aus dem Abschnitt C oder L). Die Steigerungssätze ermöglichen hier die Abbildung des individuellen Schwierigkeitsgrades.

 

Systematik der Abrechnung: EBM, GOÄ und OPS im Überblick

Ablauf der Abrechnung: Von der OP bis zur Zahlung

Die Abrechnung ambulanter Operationen erfolgt in festgelegter Reihenfolge.

Dazu zählen:

  • Dokumentation der Leistungen: Alle Befunde, operativen Maßnahmen und Besonderheiten des Eingriffs werden präzise erfasst und in der digitalen Patientenakte hinterlegt. Eine lückenlose Dokumentation ist die rechtliche Basis für jede Honorarforderung.
  • Zuordnung der Abrechnungscodes: Den erbrachten Leistungen werden die entsprechenden EBM-, OPS- oder GOÄ-Codes sowie die gesicherten Diagnosen (ICD-10) zugeordnet.
  • Interne Prüfung: Mithilfe der Praxissoftware oder durch spezialisierte Mitarbeiter werden die Daten auf Vollständigkeit, Plausibilität und die Einhaltung von Abrechnungsregeln (z. B. Ausschlusskriterien) kontrolliert.
  • Übermittlung der Daten: Die geprüften Abrechnungsdaten werden gesammelt an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung (im GKV-Bereich) oder als Liquidation direkt an den Patienten bzw. eine Abrechnungsstelle (im Privatbereich) übermittelt.
  • Prüfung durch die Kostenträger: Die Kassenärztlichen Vereinigungen oder privaten Versicherungen prüfen die eingereichten Leistungen und fordern bei Unstimmigkeiten gegebenenfalls OP-Berichte oder ergänzende Nachweise an.
  • Vergütung: Nach erfolgreicher Prüfung und Freigabe erfolgt die Auszahlung des Honorars, womit der Prozess formal abgeschlossen ist.

 

Ablauf der Abrechnung: Von der OP bis zur Zahlung

Effiziente Praxisorganisation mit den Softwarelösungen von medatixx

Steigende administrative Anforderungen, komplexe Abrechnungsvorgaben oder die Integration neuer gesetzlicher Regelungen können in Praxen schnell zu organisatorischen Herausforderungen führen. In solchen Fällen empfiehlt sich der Einsatz spezialisierter Lösungen, um Prozesse effizient zu gestalten, Fehler zu vermeiden und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben sicherzustellen.

medatixx unterstützt Praxen mit modularen Softwarelösungen, die für die Anforderungen des deutschen Gesundheitswesens entwickelt wurden. Die Systeme integrieren die Telematikinfrastruktur, ermöglichen eine sichere, regelkonforme Abrechnung und sorgen dafür, dass administrative Abläufe transparent, nachvollziehbar und effizient umgesetzt werden – unabhängig von Praxisgröße oder Fachrichtung.

 

Tipps zur Optimierung der Praxisabrechnung ambulant

Schon kleine Strukturverbesserungen können die Effizienz steigern und Fehler in der ambulanten Abrechnung deutlich reduzieren. Eine vorausschauende Organisation sorgt für reibungslose Abläufe und geringere Korrekturaufwände.

Praxisbewährte Maßnahmen sind:

  • Aktualisierung der Abrechnungskenntnisse: Regelmäßiger interner Wissenstransfer und kurze Updates zu Änderungen im Abrechnungsrecht.
  • Standardisierte Arbeitsanweisungen: Klare Vorgaben für wiederkehrende Abrechnungsschritte und deren Dokumentation.
  • Vorab-Prüfung: Systematische Kontrolle auf Vollständigkeit und Plausibilität aller Unterlagen vor der Übermittlung an Kostenträger.
  • Digitale Unterstützung: Einsatz von Tools, die auf fehlende Angaben oder mögliche Fehlkonstellationen hinweisen.
  • Bereichsübergreifende Schnittstellen: Abstimmung zwischen medizinischem und administrativem Personal, um Unstimmigkeiten frühzeitig zu erkennen.
  • Regulatorische Sensibilisierung: Bewusstes Beachten von Abrechnungsfristen, Leistungsausschlüssen und Dokumentationspflichten.

 

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Zusammenfassung: Effiziente Abrechnung ambulanter Operationen

Die Abrechnung ambulanter Operationen erfordert transparente Strukturen, klare Arbeitsabläufe und den sicheren Umgang mit geltenden Kodierungs- und Abrechnungsregeln. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Kenntnisse, die systematische Kontrolle der Dokumentation sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sichern sowohl die Rechtssicherheit als auch die wirtschaftliche Stabilität der Praxis.

Darüber hinaus zeigt sich in der Praxis, dass der Austausch mit Kollegen, die Nutzung etablierter Informationsquellen und eine kritische Überprüfung bestehender Abläufe entscheidend sind, um Prozesse effizient zu gestalten. So entsteht eine strukturierte Arbeitsweise, die Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Qualität in der ambulanten Abrechnung nachhaltig stärkt.