Beeinträchtigung der TI-Anbindung im Oktober 2026

Wir informieren transparent zur Ursache, ergriffenen Maßnahmen und dem aktuellen Stand.

Hintergründe und aktueller Stand

Eine tiefgreifende technische Störung der Telematikinfrastruktur hat in den vergangenen Tagen den Praxisalltag zahlreicher Anwenderinnen und Anwender beeinträchtigt. Wir möchten Sie darüber informieren, was die Ursache war, welche Gegenmaßnahmen ergriffen wurden und wie sich die Situation aktuell darstellt.

Was ist passiert?

Am 11. Oktober 2026 wurden serverseitig die Bedingungen geändert, die für einen sicheren Aufbau einer Verbindung zur Telematikinfrastruktur erforderlich sind. In den Konnektoren der Anbieter secunet und RISE war der für eine sichere Verbindung notwendige „DNSSEC-Sicherheitsschlüssel“ in seiner neuen Version jedoch zu diesem Zeitpunkt durch die Konnektorhersteller noch nicht hinterlegt. Blieb eine bestehende TI-Verbindung aktiv, konnten Praxen zunächst wie gewohnt weiterarbeiten. Wurde diese Verbindung jedoch unterbrochen, war ein erneuter Verbindungsaufbau zur TI durch den Konnektor nicht möglich. 

Die Ursache lag somit nicht in Ihrer medatixx-Praxissoftware, sondern in der technischen Verbindung der Konnektoren zur TI.

Welche Auswirkungen hatte die Störung?

Aufgrund der unterbrochenen TI-Verbindung konnten betroffene Praxen die TI-Anwendungen vorübergehend nicht nutzen. Dazu zählten vor allem die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM), das eRezept und die elektronische Patientenakte (ePA). Dies führte teils zu erheblichen Störungen des Praxisalltags.

Welche Gegenmaßnahmen wurden ergriffen?

Die Konnektorhersteller RISE und secunet stellten nach der Feststellung des Problems kurzfristig Firmware-Updates für die Konnektoren bereit. Diese konnten jedoch nur auf Konnektoren übertragen werden, die noch mit der TI verbunden waren. Bei bereits unterbrochener Verbindung war eine direkte Aktualisierung über den Updatedienst der Konnektoren nicht möglich.

Für diese Fälle entwickelten wir kurzfristig eigene Lösungen: Für x.comfort, x.concept, x.isynet, EL und medatixx /psyx wurden Hotfixes bereitgestellt, mit denen wir die Aktualisierung der Konnektoren auch im Offline-Modus ermöglichten. Damit konnten viele Praxen die erforderlichen Maßnahmen selbst durchführen, ohne auf einen individuellen Fernzugriff warten zu müssen.

Parallel bündelten wir die Bearbeitung zentral und setzten mehrere Teams mit zusätzlichen Kolleginnen und Kollegen ein. Bis zum 19. Oktober 2026 gingen im Zusammenhang mit der Störung mehr als 3.700 Tickets ein.

Wie ist der aktuelle Stand?

Seit dem 16. Oktober 2026 stehen sowohl die Updates der Konnektorhersteller als auch unsere Hotfixes zur Verfügung. Alle uns bekannten Fälle sind nach aktuellem Stand abgeschlossen. Vereinzelt neu eingehende Anfragen werden zeitnah bearbeitet.

Eine Besonderheit besteht bei bestimmten secunet-Konnektoren mit Laufzeitverlängerung. In diesen Fällen kann eine erneute Registrierung durch einen medatixx-Servicepartner notwendig sein.
 

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Uns ist mehr als bewusst, wie wichtig eine zuverlässig funktionierende Telematikinfrastruktur für die Versorgung Ihrer Patientinnen und Patienten ist und welche zusätzlichen Belastungen die Störung verursacht hat. Wir danken Ihnen ausdrücklich für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Unser Dank gilt ebenso allen Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Servicepartnern, die mit großem Einsatz daran gearbeitet haben, die TI-Verbindung im Rahmen unseres Anschlussversprechens „TI as a Service“ in den betroffenen Praxen schnellstmöglich wiederherzustellen.