DMEA 2026: Interoperabilität und KI als Schlüsselthemen im digitalen Praxisalltag

Mit über 22.000 Teilnehmern, rund 900 Ausstellern und 550 Speakern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft verzeichnete die Digital-Health-Messe DMEA, für deren inhaltliche Gestaltung der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. verantwortlich ist, auch in diesem Jahr eine hohe Resonanz.
Der Praxissoftware-Anbieter medatixx war mit seinem Portfolio in Halle 6.2 vertreten. Zahlreiche Gespräche mit niedergelassenen Ärzten, Partnern sowie Vertretern aus Selbstverwaltung und Politik am Messestand machten deutlich, wie groß der Bedarf und das Interesse an praxistauglicher IT und begleitenden Dienstleistungen im Gesundheitswesen sind.
Interoperabilität als zentrales Thema
Besonders das Thema „Interoperabilität“ etabliert sich als ein entscheidender Faktor für Innovation in der Versorgung. Vor diesem Hintergrund stieß der medatixx-HealthHub auf großes Interesse bei den Standbesuchern. Dieser ermöglicht die nahtlose Integration von auf einzelne Themen spezialisierten Gesundheits-IT-Anwendungen aus dem breit gefächerten digitalen Ökosystem des Marktes an die medatixx-Praxisprogramme – sicher, zuverlässig und auf Basis einer modernen FHIR-Schnittstelle. Das Portfolio der Zusatztools, die die Praxissoftware ergänzen, umfasst dabei unter anderem Lösungen zur Online-Terminbuchung, digitalen Anamnese, Online-Rezeption und KI-basierten Telefonassistenz.
„Mit dem medatixx-HealthHub setzen wir konsequent auf den ,Best-of-Breed‘-Ansatz, der den Praxen Freiheit bei der Auswahl ergänzender digitaler Tools bietet und der auf bestimmte Themenbereiche spezialisierte Lösungen von Drittanbietern über standardisierte Schnittstellen nahtlos in die Praxissoftware als Kern der Softwarelandschaft integriert. Das schafft einen großen Mehrwert im Praxisalltag; so können die Praxen sich damit genau jene Lösung aussuchen, die ihre individuellen Ansprüche passgenau erfüllt. Die große positive Resonanz der DMEA-Besucher bestärkt uns in der konsequenten Weiterführung dieses Ansatzes“, erklärt Jens Naumann, Geschäftsführung medatixx.
Neben zahlreichen Einzelgesprächen war der medatixx‑HealthHub auch bei Veranstaltungen – unter anderem für Ärztenetze und Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigungen – das zentrale Thema des Austauschs.
KI-Unterstützung im Praxisalltag
Ebenfalls auf großes Interesse stieß x.scribe, eine KI-gestützte Lösung zur Dokumentation des Arzt-Patienten-Gesprächs. Interessierte konnten die Software, die gemeinsam mit dem KI-Spezialisten Corti entwickelt wurde, am medatixx-Stand kennenlernen und ausprobieren.
Die Anwendung zeichnet die Konsultation über ein Mikrofon auf, wandelt Sprache in Text um und erzeugt daraus einen medizinisch gegliederten Dokumentationsvorschlag in Echtzeit. Dieser kann vom Arzt überprüft und gegebenenfalls editiert werden, bevor er per Klick in die Praxissoftware übernommen wird.
Angekündigt wurde zudem die baldige Erweiterung ausgewählter medatixx-Praxisprogramme um eine Schnittstelle zu klinischen Entscheidungsunterstützungssystemen (CDSS): Diese analysieren in der Praxissoftware vorhandene Gesundheitsdaten mithilfe von Künstlicher Intelligenz, erstellen personalisierte Diagnose- und Therapieempfehlungen und unterstützen Ärzte so bei medizinischen Entscheidungen im Praxisalltag. Mit dem diesjährigen Gewinner des „DMEA nova“-Awards, dem Unternehmen Prof. Valmed, besteht bei medatixx bereits ein Partnervertrag zur integrierten Nutzung der KI-Lösung in medatixx-Praxisprogrammen.
Zukunftsfähige Praxis-IT
Neben den Ambulanz- und MVZ-Lösungen xentro und x.vianova, die Interessenten am Messestand kennenlernen konnten, stand auch die Praxissoftware medatixx im Fokus, die bereits in ca. 8.000 Betriebsstätten der ambulanten Versorgung genutzt wird.
Erstmals vorgestellt wurde die medatixx Private Cloud, mit der Praxen von großen Teilen der IT‑Administration entlastet werden. Betrieb, Wartung, Updates und Datensicherung erfolgen zentral, sodass die Software standortunabhängig nutzbar, jederzeit aktuell und dank automatischer Backups sowie hoher Ausfallsicherheit auf einer stabilen IT‑Basis betrieben werden kann. „Wir schauen auf eine sehr erfolgreiche Veranstaltung mit vielen neuen Kunden, intensiven Gesprächen mit Bestandskunden und einem regen Austausch mit Partnerunternehmen, der Politik, den Verbänden und der Selbstverwaltung zurück. Einmal mehr bestätigte die DMEA, dass die Digitalisierung des Gesundheitssystems in vollem Gange ist und sich die Erkenntnis, dass digitale Tools im Versorgungsalltag signifikant unterstützen können, bei allen Beteiligten durchgesetzt hat. Wir freuen uns bereits jetzt auf die DMEA 2027 in München und sind uns sicher, dass wir gemeinsam mit den anderen Ausstellern mit dem Standortwechsel ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte unserer DMEA beginnen werden“, sagt Naumann.
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