Umfrage zeigt: Digitale Angebote in Arztpraxen gewinnen an Bedeutung

Bundesbürger sehen in den digitalen Angeboten von Arztpraxen grundsätzlich großes Potenzial. Das belegt eine repräsentative Studie unter 5.000 Teilnehmern im Auftrag von medatixx. Bei der Organisation von Arztterminen bevorzugen die befragten Bürger die öffentliche Hand als verantwortliche Stelle. Besonders jüngere Erwachsene sprechen sich dafür aus, die Organisation von Terminen nicht privatwirtschaftlichen Plattformen zu überlassen.
Öffentliche Verantwortung bei Terminvergabe bevorzugt
Mehr als doppelt so viele Befragte vertrauen einer öffentlichen Institution eher als kommerziellen Anbietern, wenn es um eine gerechte und diskriminierungsfreie Terminvergabe geht.
Während ein Teil der Befragten keine abschließende Einschätzung trifft, spricht sich insbesondere die Gruppe der 18- bis 39 Jährigen für eine staatlich verantwortete Lösung aus: Mehr als die Hälfte der Personen in dieser Altersgruppe bevorzugt als Betreiber von Terminbuchungsplattformen eine öffentliche Stelle.
Digitalisierung bereits im Alltag angekommen
Die Studie zeigt außerdem: Digitale Angebote von Arztpraxen sind längst kein Randthema mehr. Knapp die Hälfte der Bevölkerung hat in den vergangenen zwölf Monaten entsprechende Services genutzt. Besonders bemerkenswert ist, dass digitale Anwendungen keineswegs nur bei Jüngeren angenommen werden: Auch von den über 65 Jährigen greift bereits mehr als ein Drittel darauf zurück. Damit zeigt sich, dass digitale Gesundheitsangebote generationenübergreifend akzeptiert werden.
Gleichzeitig nutzt bislang noch mehr als die Hälfte der Befragten keine digitalen Praxisangebote. Das kann an persönlicher Präferenz oder am Mangel entsprechender Angebote liegen. Dadurch wird deutlich: Digitale Services sind zwar angekommen, ihr Potenzial bei Reichweite und Nutzung ist aber noch längst nicht ausgeschöpft.
Entlastung durch digitale Services
Ein Blick auf die Erwartungen der Bevölkerung bestätigt dieses Bild: Die Mehrheit der Befragten ist überzeugt, dass digitale Lösungen den Aufwand rund um Arztbesuche spürbar senken können. Am stärksten zeigt sich das in der Altersgruppe der 30 bis 39 Jährigen: 7 von 10 Personen sehen in digitalen Angeboten ein hohes Potenzial.
Unter allen digitalen Funktionen sticht die Online-Terminbuchung besonders hervor. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung bewertet sie für das hilfreichste Angebot digitaler Praxisservices. Daneben wird auch die Möglichkeit, digitale Anfragen zu stellen oder Dokumente online auszutauschen, als deutlicher Nutzen wahrgenommen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass digitale Angebote im Gesundheitswesen längst eine relevante Rolle im Alltag vieler Menschen spielen. Je mehr diese Angebote genutzt werden, desto höher wird auch der Anspruch, dass sie effizient, gerecht und für alle zugänglich gestaltet werden.
Vorstellung der Ergebnisse auf der DMEA
Die Ergebnisse der Studie präsentiert medatixx im Rahmen des Formats „E‑Health zum Espresso“ auf der Digital-Health-Messe DMEA in Berlin am 21. April ab 16 Uhr in Halle 6.2, Stand A-101. Jessica Birkmann, Leitung Stabsstelle Politik, stellt zentrale Erkenntnisse zur Akzeptanz digitaler Terminvergabe und zum digitalen Ersteinstieg in ein Primärversorgungssystem vor und ordnet diese ein.
Die gesamte Studie können sich Interessierte hier herunterladen.
PDFStudie „Die digitale Arztpraxis“
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