Der digital gestützte Medikationsprozess, kurz dgMP, überführt Medikationsinformationen von analogen Dokumenten in die elektronische Patientenakte. Damit werden alle Informationen zur Medikation nicht mehr nur lokal oder auf Papier vorgehalten, sondern digital verfügbar, gemeinsam nutzbar und für Behandler und Patient im Behandlungsprozess einsehbar. Arztpraxen, Apotheken, Pflegedienste und weitere Beteiligte können Medikationsdaten sektorenübergreifend nutzen – nahezu in Echtzeit. So entsteht ein immer aktueller Überblick über verordnete und eingenommene Arzneimittel, der Anpassungen sowie Abstimmungen erleichtert und die Therapiesicherheit für Patienten verbessert.
Der digital gestützte Medikationsprozess (dgMP) ist Bestandteil der elektronischen Patientenakte ePA (ab ePA 3.0). Ab dem Q4 2026 wird der dgMP im Rahmen der ePA-Ausbaustufe 3.1.3 mit der Einführung des neuen eMP komplettiert.
Die Bestandteile des dgMP sind die elektronische Medikationsliste (eML) und der „neue“ elektronische Medikationsplan (eMP). Beide Funktionen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich gegenseitig.
Mit dem dgMP wird der gesamte Medikationsprozess von der analogen in die digitale Welt überführt und ein immer aktueller Stand der Daten für alle an der Behandlung Beteiligten sichergestellt. Dadurch wird eine intersektorale Verfügbarkeit und somit die Verbesserung der Therapiesicherheit erreicht. Neue Verordnungen werden dabei automatisch in der eML und dem eMP synchronisiert. Änderungen an der Medikation werden ebenfalls zwischen beiden Anwendungen abgeglichen. So entsteht innerhalb der ePA ein aktueller und besser nachvollziehbarer Überblick über die Medikation.
Digitale Anwendungen im Rahmen der Telematikinfrastruktur (TI), Online‑Terminbuchungen, Online-Rezeption sowie weitere KI-gestützte Tools eröffnen Arztpraxen zahlreiche Chancen. Im Rahmen unseres kompakten zweitägigen Ausbildungsprogramms erweitern MFAs Schritt für Schritt Ihre IT- , KI- und Datenschutzkompetenz.
Schärfen Sie Ihren Weitblick und steigen Sie auf zum nächsten Level!
Das Präsenzformat vermittelt Praxisleitungen kompakte Orientierung zu KI, Digitalisierung, IT-Sicherheit und Datenschutz in der Arztpraxis. Sie erhalten praxisnahe Impulse, erproben konkrete Anwendungen und gewinnen Sicherheit für den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien im Praxisalltag.
Unsere Webschulung zeigt die aktuellen Herausforderungen für die IT-Sicherheit in der Praxis auf, vor allem unter den zentralen Aspekten „Sicherheit der Patientendaten“ sowie „Sicherstellung des Praxisbetriebs“.
Ab dem 1. Januar 2027 wird die gesetzlich vorgeschriebene Konformitätsbewertung der ePA-Module in den Praxisverwaltungssystemen um den digital gestützten Medikationsprozess erweitert. Bereits ab dem vierten Quartal 2026 werden die dafür erforderlichen Funktionen schrittweise in den Praxisprogrammen der medatixx bereitgestellt. Dabei bietet medatixx die Konvertierung der Daten aus dem etablierten BMP oder eMP auf der eGK in den neuen eMP in der ePA an. Die strukturierten Daten im FHIR-Format stehen anschließend direkt zur weiteren Nutzung bereit – ohne erneute manuelle Erfassung. Mehr dazu unter medatixx.de.